Lynetteholm Fußgängerinsel und Sturmflutbarriere
Lynetteholm Künstliche Insel und Sturmflutbarriere ist ein Projekt für eine künstliche Insel und ein Barrieresystem zum Schutz städtischer Gebiete vor Meeresspiegelanstieg und Sturmfluten. Lynetteholm ist ein strategisches Mega-Infrastruktur- und Stadtentwicklungsprojekt, das den langfristigen Schutz Kopenhagens vor dem Klimawandel sichern und zugleich ein nachhaltiges Wachstum der Stadt ermöglichen soll. Durch eine im Øresund zu errichtende künstliche Insel schafft das Projekt sowohl eine Verteidigungslinie gegen Sturmfluten und steigende Meeresspiegel als auch ein neues Siedlungsgebiet für Kopenhagen.

Die Insel ist so konzipiert, dass sie wie eine Küstenbarriere wirkt, die schwere Sturmfluten aus dem Norden abwehrt. Dadurch werden der Innenhafen, Nordhavn und das historische Stadtzentrum besser gegen Extremwetterereignisse geschützt. Die Barrierestrukturen bestehen aus Wellenbrechern, erhöhten Küstendämmen und kontrollierbaren Durchgängen.

Die Aufschüttungsarbeiten für Lynetteholm basieren auf der Wiederverwendung sauberer Aushubmassen aus Infrastrukturprojekten im gesamten Kopenhagener Raum. Dieser Ansatz reduziert sowohl den Materialtransport als auch den CO2-Fußabdruck des Projekts. Nach Fertigstellung ist die Insel als klimaresilienter Stadtteil der neuen Generation mit Wohngebieten, öffentlichen Parks, Verkehrsinfrastruktur und meeresnahen Freizeitflächen geplant.

Langfristig wird Lynetteholm als multifunktionale Klimainfrastruktur dienen, die Kopenhagens kontrollierte Ausdehnung nach Norden ermöglicht und die Stadt zugleich vor maritimen Risiken schützt. Das Projekt gilt als eine der ambitioniertesten künstlichen Inselinitiativen Europas und vereint Ingenieurwesen, Städtebau und ökologische Resilienz in einer integrierten Vision.